Samstag, 19. Mai 2012

Letzte Aktualisierung:11:00:00 MESZ

Umschau

Altersvorsorgepflicht für Selbstständige unter 50?

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Fotolia_Altersvorsorge_30197424_XSBundes­re­gie­rung will Absi­che­rung eines Alter­sein­kommen ober­halb der Grund­si­che­rung
Nach einem Eckpunk­te­pa­pier des Bundes­mi­nis­te­riums für Arbeit und Sozial­ord­nung sollen alle Selb­stän­digen, die nicht gesetz­lich oder frei­willig renten­ver­si­chert sind, einem berufs­stän­di­schen Versor­gungs­werk für Frei­be­rufler ange­hören oder eine private Vorsorge nach Rürup-Stan­dard nach­weisen, ab 2013 zur Vorsorge für das Alter und mögli­cher­weise auch für eine Erwerbs­min­de­rung in der gesetz­li­chen Renten­ver­si­che­rung verpflichtet werden.
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Fixierungsgurte töten

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Fotolia_Fixierung_7652008_XSGerichts­me­di­ziner fordern Alter­na­tiven zur Fixie­rung und bessere Aufsicht über fixierte Menschen
Fehler­haftes Angurten von Pati­enten im Bett oder am Stuhl kann zum Tode führen, beispiels­weise durch unbe­ab­sich­tigte Stran­gu­la­tion. In mindes­tens 22 Fällen starben Pati­enten, weil der Gurt zur zwangs­weisen Fixie­rung falsch ange­setzt war. Dies sind Ergeb­nisse einer rechts­me­di­zi­ni­schen Studie der Ludwig-Maxi­mi­lians-Univer­sität München und der Medi­zi­ni­schen Univer­sität Wien, über die das Deut­sche Ärzte­blatt berich­tete.


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Verbraucherrecht auf ein kostenloses Girokonto für alle gesetzlich verankern

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Fotolia_Girokonto_10025655_XSAntrag der Frak­tion DIE LINKE im Bundestag
Die Bundes­re­gie­rung soll einen Gesetz­ent­wurf vorlegen, mit dem ein Anspruch auf ein kosten­loses „Giro­konto für alle“ auf Gutha­ben­basis veran­kert wird. Dieses auto­ma­tisch pfän­dungs­ge­schützte Giro­konto soll als Basis­funk­tionen eine Geld­karte zum Abheben und Bezahlen enthalten sowie die Möglich­keit, Über­wei­sungen, Last­schriften, Dauer­auf­träge und Onli­ne­ban­king zu tätigen.  Dies fordert die Bundes­tags­frak­tion der Linken in einem Antrag (BT-Drs 17/8141, 13. 12. 2011).

Bishe­rige Maßnahmen, wie die Empfeh­lung und anschlie­ßende Selbst­ver­pflich­tung der Kreditins-titu¬te, ein „Giro­konto für alle“ bereit­zu­stellen, seien unzu­rei­chend. Dies habe sich in mehr als 15 Jahren deut­lich gezeigt. Mit der Einfüh­rung des Pfän­dungs­schutz­kontos seit Juli 2010 sei kein garan­tierter  Zugang zum Giro­konto geschaffen worden, sondern nur die Umstel­lung eines beste­henden Giro­kontos in ein P-Konto, so die Frak­tion DIE LINKE.
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Nutzer von Sozialleistungen sollen mehr Rechte bekommen

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Bndnis90-DIE_GRNENFrak­tion Bündnis 90/Die Grünen kriti­siert Leis­tungs­träger, die vor allem ihren eigenen Haus­halt entlasten wollen
Deshalb verlangt sie von der Bundes­re­gie­rung einen Gesetz­ent­wurf, der die Verfah­rens-, Leis­tungs- und Teil­ha­be­rechte der Nutzer sozialer Leis­tungen stärkt und dadurch auch die Effi­zienz des sozialen Rechts­staates stei­gert.

Nach dem Willen der Grünen soll – sozi­al­ge­setz­buch­über­grei­fend – der Bera­tungs­an­spruch gegen-über Leis­tungs­trä­gern gestärkt und vorhan­dene Bera­tungs­struk­turen zu einer neutralen, trägerun-abhän­gigen Bera­tungs­in­stanz weiter­ent­wi­ckelt werden.
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Angehörige verteidigten mangelhafte Pflegeeinrichtung aus Kostengründen

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Fotolia_Seniorenheim_24884746_XSBVfB: Berufs­be­treuer müssen Bewoh­ner­in­ter­essen auch gegen Ange­hö­rige vertreten
Starke Fluk­tua­tion und zu wenig Personal, schlam­pige bzw. nicht doku­men­tierte Medi­ka­men­ten­gaben, Deku­bitus und mindes­tens ein Bewohner, der einen Tag lang in seinen Exkre­menten lag: zu Ende September wurde die vom Land­rat­samt im ober­baye­ri­schen Traun­stein verfügte Schlie­ßung der H & R Senio­ren­re­si­denz in Inzell wirksam. Ange­hö­rige der Bewohner hatten sich aus Kosten­gründen gegen die Schlie­ßung gewehrt.
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Angabe falscher Wegstrecken ist Steuerhinterziehung

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etl_bb_logoFiskus kann Steu­er­be­scheide auch nach­träg­lich ändern

Die Entfer­nungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeits­stätte oder auch bei Dien­st­reisen können oftmals nicht ganz exakt ange­geben werden. Sie werden deshalb gerundet. Kein Problem für die Finanz­be­hörden. Sie bean­standen meis­tens auch nicht, dass ein kleiner Umweg schneller zum Ziel führt und nicht die kürzeste Entfer­nung genutzt wird.
Doch wer in der Steu­er­er­klä­rung falsche Wegstre­cken angibt und damit zu hohe Werbungs­kosten geltend macht, hinter­zieht Steuern. Daran ändert sich auch nichts, wenn die Angaben in der Steu­er­er­klä­rung zunächst vom Finanzamt akzep­tiert wurden. Eine Steu­er­hin­ter­zie­hung kann auch später fest­ge­stellt werden, denn nicht in jedem Fall verfügt der Finanz­be­amte über die entspre­chende Orts­kenntnis, um die Angaben zu prüfen. Werden die falschen Kilo­me­ter­an­gaben später bekannt, darf der Fiskus noch nicht verjährte Steu­er­be­scheide ändern. Es lohnt sich also nicht, zu sehr aufzu­runden.

Nichts bleibt geheim

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etl_bb_logoSozi­al­leis­tungen werden elek­tro­nisch ans Finanzamt über­mit­telt
Ab 2011 müssen die Sozi­al­ver­si­che­rungs­träger alle gewährten Sozi­al­leis­tungen (z. B. Insol­venz­geld, Arbeits­lo­sen­geld, Kran­ken­geld) bis zum 28. Februar des Folge­jahres elek­tro­nisch an die Finanz­be­hörden über­mit­teln. Jeder Leis­tungs­emp­fänger wird dabei aufgrund seiner persön­li­chen Steuer-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­nummer ersicht­lich.
Zwar sind die meisten Sozi­al­leis­tungen steu­er­frei, doch Bezüge wie Kran­ken­geld und Arbeits­lo­sen­geld werden bei der Ermitt­lung des persön­li­chen Steu­er­satzes berück­sich­tigt.
Mit der Meldung der Sozi­al­ver­si­che­rungs­träger können die Finanz­be­hörden nun zeitnah prüfen, ob die Sozi­al­leis­tungen in der Steu­er­er­klä­rung ange­geben wurden. So ist ein weiterer Schritt zum gläsernen Bürger getan.

Auf die richtige Verteilung kommt es an

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etl_bb_logoFrei­stel­lungs­auf­träge sparen Abgel­tung­steuer

Kapi­tal­er­träge sind steu­er­frei, soweit sie den Sparer-Pausch­be­trag vom 801 EUR (Allein­ste­hende) bzw. 1.602 EUR (Ehegatten) nicht über­steigen. Sie werden ohne Abzug von Abgel­tung­steuer ausge­zahlt, sofern einem Kredit­in­stitut – maximal in Höhe des Sparer-Pausch­be­trages – ein Frei­stel­lungs­auf­trag für Kapi­tal­er­träge erteilt wurde. Mit einem gemeinsam erteilten Frei­stel­lungs­auf­trag können Ehegatten auch die Verluste für alle bei einem Kredit­in­stitut geführten Konten und Depots beider Ehegatten verrechnen lassen. Zulässig ist auch ein gemein­samer Frei­stel­lungs­auf­trag über einen Betrag von 0 EUR. Dieser ist sinn­voll, wenn bei einer Bank eine ehegat­ten­über­grei­fende Verlust­ver­rech­nung erfolgen soll, der gemein­same Sparer-Pausch­be­trag aber bereits bei anderen Banken ausge­schöpft wurde.
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Bundesregierung nimmt Verschuldung von privat krankenversicherten Alg-II-Empfängern bewusst in Kauf

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Fotolia_Rechnung_minusBetragRegie­rungs­frak­tionen igno­rieren bei GKV-Finan­zie­rungs­ge­setz einstim­migen Beschluss des Peti­ti­ons­aus­schusses
Das Problem ist seit 2008 bekannt, aber die Bundes­re­gie­rung und auch die SPD wollen es nicht lösen: Alg-2-Empfänger, die sich privat kran­ken­ver­si­chern müssen, werden zur Verschul­dung gezwungen, weil ihre gesetz­lich gere­gelten Beiträge von den JobCen­tern nicht einmal zur Hälfte bezu­schusst werden dürfen. Bei der am 12. November im Bundestag von den Regie­rungs­mehr­heit verab­schie­deten Gesetz zur Finan­zie­rung der Gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung (GKV-Finan­zie­rungs­ge­setz, BT-Drs. 17/3696) wurden zwar die Rege­lungen der zuläs­sigen Beitrags­höhe im  PKV-Basi­s­tarif in § 12 des Versi­che­rungs­auf­sichts­ge­setzes präzi­siert, aber die vorge­schrie­bene Decke­lung des Zuschusses für Alg-2-Empfänger bleibt unver­än­dert. Seit dem 1.1.2009 entsteht Alg-2-Empfän­gern, die sich im PKV-Basi­s­tarif versi­chern müssen und nicht in die gesetz­liche Kran­ken­ver­si­che­rung zurück­kehren können,
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